Auf mybrot.de kann ich individuell mein Brot zusammen stellen: ein bisschen Kümmel, ein bisschen Nuss und ne Menge Sonnenblumenkerne sollen mit rein. Und da ich nicht weiß, ob mir das schmeckt bestelle ich ein kleines 250g-Brot. Wenn es mir schmeckt kann ich mein Brot bewerten… und es werden mir ähnliche Brote von anderen Nutzern empfohlen.
Natürlich merkt man sich bei mybrot.de was ich gegessen habe und ich kann jederzeit die Größe an meinem Bedarf anpassen. Echt klasse. Und zu guter Letzt kann ich experimentieren: mein Opa hatte immer Brot mit Rosinen. Sicher lecker in nem Vollkornbrot. Ich kann angeben wann ich das Brot essen möchte – und es wird erst gebacken wenn ich es brauche. Merke ich, dass morgen meine Brotvorräte zu Neige gehen, bestelle ich mir mein Brot für morgen 18Uhr am Hauptbahnhof. Denn dort muss ich wenn ich von der Arbeit komme ja eh umsteigen. MyBrot ist auch deshalb klasse, weil die mir mein Brot nach Hause bringen lasse, wenn das Wetter miserabel ist. Und das kostet nicht mal mehr. Echt perfekt.
Bei mybrot zahle ich zwar wenigstens 4€ für 500g. Aber dafür bestimme ich wie frisch mein Brot ist, ob es Bio sein soll und ob bestimmte Zutaten auf die ich allergisch reagiere oder die ich nicht mag (Kümmel) auf keinen Fall enthalten sein sollen. Und wenn ich mich nicht entscheiden kann, nehme ich die „Empfehlung des Tages“. Das Getreide zum Brot stammt natürlich aus der Region und kontrolliertem Anbau.
Geöffnet hat mybrot nebenbei von 13-21Uhr – was perfekt für die arbeitnehmende Bevölkerung ist. Mehr noch: bei mybrot arbeiten die Bäcker von 11-19Uhr und werden an den Brotgewinnen beteiligt, wenn Ihre Brote besonders gute Bewertungen erhalten. Durch die familien- und schlaffreundlichen Arbeitszeiten in Kombination mit „give your best and get the best“ Arbeitsmodell, überträgt man den Unternehmenserfolg auf die Leistung aller Bäcker. Außerdem erhält jeder Bäcker 1h am Tag Zeit, die er sich einteilen kann wie er will. Neben dem Kicker-Tisch steht ebenso ein Ofen zur Verfügung an dem man mit Zutaten experimentieren kann. Warum man so etwas macht? Kommt sein Brot in die TOP 3 steigert sich der Anteil, den er vom Gewinn erhält. Und sein Gewinn steigert sich, weil der Bäcker den Preis seines Brots in den TOP 3 mitbestimmen darf. Außerdem ist jeder Bäcker namensgeber seines Brots. Wird seine Arbeit von Kunden besonders gewürdigt, kann er eine Fortbildung zum „CmbO“ (Chief mybrot Officer) erfolgen, in der man die Chance bekommt die Expansion in andere Großstädte voran zu treiben oder als Bäckereichef als Experimenteur nur noch in der Kreation – und nicht in der Umsetzung arbeitet. Nach Feierabend gibt es außerdem die Möglichkeit, in einem Bäcker-Talk über mögliche ergänzende Produkte zu sprechen.
Warum mybrot.de für so wenig Geld eine so überragende Qualität bieten kann? Weil es nur eine zentrale Bäckerei direkt am Hauptbahnhof Frankfurt gibt, von der aus alle frisch gebackenen Brote binnen weniger Minuten zur Zeit meiner Wahl bereit stehen und geliefert werden. Weil eine große Bäckerei eine ganze Stadt bedient und somit auch bei den hochwertigen Rohstoffen nicht gespart werden muss.
Was mybrot noch von anderen Bäckereien unterscheidet: wir sind fair. Bauern, Mitarbeiter, die Umwelt und die Kunden werden fair entlohnt. Unsere Nachhaltigkeit drückt sich auch dadurch aus, dass 15% unserer Gewinne an Brot-Für-Die-Welt spenden und 35% der Gewinne an die Mitarbeiter fließen. Nachhaltig erzeugte Saisonprodukte aus der Region werden so gut es geht bevorzugt – solange der hervorragende Geschmack hierbei gewährleistet werden kann.
Wenn möglich werden außerdem die klassischen Brotverkäufer ersetzt. Sie kassieren nur noch ab. Jede Bestellung erhält seine Nummer bzw. einen Namen mit dem man vorher schon mal bezahlt.
Dafür wird ein Kundenservice eingerichtet, bei dem man individualisierte Brote bestellen kann. Z.B. Brote in Herzform für die Liebste, oder Brot in der Form einer Figur, wie man es von Mortadella-Wurst kennt.