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Stellen Sie sich die moderne Landwirtschaft vor: große Felder werden von hochtechnisierten Landmaschinen bearbeitet. Lohnunternehmer und Maschinenringe nutzen die aus dem Einsatz von Arbeitskraft und Maschine resultierender Skaleneffekte – und erwirtschaften dabei allein in Deutschland viele Milliarden Euro pro Ernte. Tendenz: steigend. Ebenso steigt die durchschnittliche Ackerfläche, der Technisierungsgrad der Maschinen und die Ausgaben für landwirtschaftliche Dienstleistungen. In heutigen Traktoren wird 4 mal mehr Computertechnik eingesetzt als in modernen Hybridautos (wie etwa dem Toyota Prius). Seit Langem können Landwirte die Präzision ihrer Maschinen per Satellit überwachen und adjustieren. 10.000 Hühner zu füttern kostet Landwirten heute einen Knopfdruck – auf dem iPhone.

Dies sind nur einige Beispiele die zeigen sollen, dass Landwirte und die mit Ihr einhergehende Industrie eine bisher zu geringe Aufmerksamkeit von App-Entwicklern bekommt. Die Landwirtschaft hat sich eben schneller entwickelt als manch einer denkt. Wie dem auch sei.

Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen der heutzutage eingesetzten Computer- und Internettechnologie auf den von Ihnen genutzten Geräten und denen, die derzeit in der Landwirtschaft eingesetzt werden: Kompatibilität. Ihr MacBook ist mit dem AppStore, iTunes und weiteren Apple-Entwicklungen abgestimmt; MS-Office ist perfekt auf die von Windows gestellten Anforderungen abgestimmt. Stellen Sie sich vor, sie wären es nicht. Was würden Sie tun? Eine App entwickeln, die die Kompatibilitätslücke schließt!

In den bereits angesprochenen Lohnunternehmen arbeiten oft über 100 Personen auf über 30 Traktoren. An diese Traktoren werden häufig pro Tag mehrere Geräte zur Boden-, Pflanzen- und Saatbearbeitung angehängt. Für jedes dieser angehängten Geräte gibt es ein eigenes Computersystem. Wechselt ein Fahrer den Traktor oder ein Traktor das angehängte Gerät, gehen die eingegebenen Daten verloren – weil die Systeme an den Traktor gebunden sind. Im Klartext heißt das, dass jeder wechsel Datenverlust und damit Zeitaufwand verursacht, der sich tagtäglich in 100en Betrieben und bei 1000en Wechselvorgängen in Deutschland widerholt.

Stellen Sie sich vor es gebe einen Entwickler, der eine App entwickeln würde die mit einer zentralen App mehrere (und langfristig vielleicht alle) Daten von unterschiedlichen Geräteherstellern speichern und verarbeiten würde? Die zentrale Steuereinheit des Traktors wäre ein iPad. Sie glauben nicht, dass Landwirte sich ein iPad kaufen würden? Die derzeit eingesetzte Technologie auf Traktoren und generell in der Landwirtschaft ist eine Hauptmotiv zum Diebstahl dieser Geräte. Und betrachten Sie es von einer anderen Seite: es würde täglich nicht nur redundante Arbeit löschen, sondern ebenso Kosten einsparen. Ein moderner Traktor kostet häufig weit über 100.000 Euro – die Kosten eines iPads mit den entsprechenden Apps fallen kurzfristig nicht ins Gewicht und langfristig schaffen Sie Wertschöpfung.

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